Genossenschaftsmuseen und -archive

Die sechs Genossenschaftsmuseen in Deutschland laden interessierte Bürger ein, sich in ihren Ausstellungen über die lange Tradition und Erfolgsgeschichte der deutschen Genossenschaften zu informieren und das Wirken der genossenschaftlichen Gründerväter Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch hautnah zu erleben.

Schulze-Delitzsch-Haus, Delitzsch

Gründungsstätte der ersten deutschen Genossenschaft durch Hermann Schulze-Delitzsch (1808-1883).

Ausstellung: Mit der europaweit einzigartigen Personalausstellung zu dem Politiker, Genossenschaftsgründer und –förderer Schulze-Delitzsch wird deutsche Wirtschafts- und Gesellschaftsgeschichte erzählt. 2010 wurde das Museum umfassend neugestaltet und bietet sich nun auch als genossenschaftliche Begegnungs- und Seminarstätte an.

Deutsches Raiffeisenmuseum, Hamm

Geburtshaus des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1808-1888)

Ausstellung: Personalmuseum, welches das Leben und die Ideen Raiffeisens sowie wichtige Aspekte deutscher Genossenschaftsgeschichte vorstellt.

Raiffeisenhaus, Flammersfeld

Das 250 Jahre alte Raiffeisenhaus ist heute ein Museum mit Bauerngarten.

In der Zeit von 1848 bis 1852 wirkte dort der Sozialreformer Friedrich Wilhelm Raiffeisen (geb. 30.03.1818, gest. 11.03.1888) als Bürgermeister. Das Raiffeisenhaus zeigt, wie zu Raiffeisens Zeit gelebt und gearbeitet wurde - eine kleine Zeitreise für den Besucher.

Hamburger Genossenschafts-Museum

Museum zur Geschichte der Konsumgenossenschaften in Deutschland

Ausstellung: Genossenschaftsgeschichte aus 160 Jahren. Von den „ehrbaren Pionieren von Rochdale“ 1844 in England über die Blütezeit des Konsum in der Weimarer Republik bis zum Genossenschaftswesen der Gegenwart.

Museum der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG, Dachau

Deutschlands erstes genossenschaftliches Bankmuseum in bankeigenen Räumen

Ausstellung: Retrospektive der fast einhundertjährigen genossenschaftlichen Bankgeschichte.

Huberhaus, Wernigerode

Personalausstellung zu Victor Aimé Huber (1800-1869), Genossenschaftstheoretiker und Förderer des sozialen Wohnungsbaus.

Ausstellung: Das von Huber begründete Erholungshaus ist nicht nur CVJM-Familienferienstätte sondern zeigt auch eine Ausstellung zu diesem wichtigen Begründer der genossenschaftlichen Wohnungswirtschaft.

Genossenschaftshistorisches Informationszentrum, Berlin

Wissenschaftliches Archiv, Sammlung und Bibliothek zur Geschichte des Deutschen Genossenschaftswesens

Das GIZ bewahrt die Medien- und Objektsammlung, die historischen Archivbestände der DZ BANK, des Deutschen Raiffeisenverbands (DRV) und des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Zum GIZ gehört die - nach der Bibliothek der DZ BANK in Frankfurt am Main - zweitgrößte Spezialbibliothek zum Genossenschaftswesen im deutschsprachigen Raum.

Stiftung Genossenschaftliches Archiv, Hanstedt (GenoArchiv)

Das GenoArchiv in Hanstedt, südlich von Hamburg gelegen, dokumentiert die Geschichte der Genossenschaften in den niedersächsischen Kreisen Harburg, Lüneburg und dem Heidekreis. Die Sammlung ist in ihrer Vielfalt exemplarisch für die Genossenschaftsgeschichte in Deutschland.

Infocenter/Bibliothek der DZ BANK AG, Frankfurt/Main

Hauptstandort der Genossenschaftsbibliothek mit einem Bestand von rund 33.000 Büchern und Zeitschriftenbänden sowie einer umfangreichen bis in die 1950er Jahre zurückreichenden Pressedokumentation zum Thema Genossenschaftswesen.

Der Literaturbestand umfasst 12.300 Monographien, 1.400 Jahres-, Verbands- oder Geschäftsberichte, 1.500 Reden, Vorträge, Prospekte und sonstigen Print-Exemplare sowie 600 Zeitschriftentitel (ca. 3.350 Bände). Der Literaturnachweis erfolgt über die Online-Plattform GenoFinder unter http://www.giz.bvr.de. Jährlich werden rund 500 Nachweise aus aktuellen Zeitschriften neu eingestellt.