
Bildnachweis: Main-Streuobst-Bienen eG / Kirschan Cords, bearbeitet von genossenschaften.de
Eine Streuobst-Honig-Kooperation
Streuobstwiesen sind in der Region Mainfranken ist wichtiger Teil des Ökosystems und der regionalen Landwirtschaft. Sie sind nicht nur Lebensräume vieler seltener Tier- und Pflanzenarten, sondern auch wichtig für die Symbiose von heimischen Bienen und diversen alten Obstsorten. Auch die qualitativ hochwertigen Streuobst- und Bienenprodukte sind beliebt, doch als Kulturlandschaft brauchen die Wiesen aktive Pflege und die Produzent:innen Vertriebsstrukturen. Die Gründer:innen der Main-Streuobst-Bienen eG wollten beides gewährleisten. Gestartet als Zusammenschluss von Bäuerin:innen und Imker:innen, wachsen Mitgliedschaft und Leistungsvielfalt zunehmend.
Traditioneller Anbau, zeitgemäße Produkte
Streuobstwiesen sind traditionelle, extensiv bewirtschaftete Obstwiesen, auf denen hochstämmige Obstbäume stehen. Als landwirtschaftlicher Bioland-Betrieb stellt die Genossenschaft sicher, dass die Wiesen ohne chemische Pflanzenschutzmittel oder intensive Düngung gepflegt werden. Die Vorteile für Umwelt und Gesundheit liegen auf der Hand. Es wundert daher nicht, dass sich seit der Gründung der Main-Streuobst-Bienen eG 2014 den Bäuer:innen und Imker:innen mittlerweile noch Privatpersonen, Firmen, Vereinen, Gemeinden und Landkreise angeschlossen haben. Die über 130 Mitglieder verfolgen das gemeinsame Ziel, den Streuobstbau sowie die Bienenhaltung in Mainfranken zu erhalten, zu pflegen und zu fördern und diese traditionelle Form des Obstbaus für zukünftige Generationen zu erhalten.
„Nur durch eine aktive Pflege können diese wertvollen Bestände erhalten werden, um so diese traditionelle Form des Obstbaus für zukünftige Generationen zu erhalten,“ betont die Genossenschaft auf ihrer Website.
Die Main-Streuobst-Bienen eG pachtet daher auch Streuobstwiesen, die von ihren Eigentümer:innen nicht mehr bewirtschaftet werden und kümmert sich um die Nachpflanzungen und langfristige Pflege.
Zur Vermarktung der aufwändig produzierten Lebensmittel hat die Genossenschaft eine eigene Marke namens „MainSchmecker“ entwickelt und betreibt aktiv Öffentlichkeitsarbeit – Maßnahmen, die „den Fortbestand von Streuobst und Imkerei auch ökonomisch sicherstellen,“ wie es auf der Website heißt. Die Marke der Genossenschaft steht für regionale Qualität aus Mainfranken, Gesundheit und Umweltschutz – davon profitiert jedes Mitglied.
Faire Preise durch regionale Zusammenarbeit
Ein wichtiger Schlüssel, um die Bewirtschafter:innen von Streuobstflächen und die Imker:innen in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, ist die Stärkung der regionalen Zusammenarbeit. So heißt es auf der Website:
„Ziel der Genossenschaft ist es, durch diese regionale Zusammenarbeit die Streuobst- und Bienenbestände in der Region Mainfranken durch eine ökologisch und ökonomisch ausgerichtete Wirtschaftsweise zu erhalten und zu fördern.“
Um Kooperation zu fördern, bündelt die Genossenschaft die Aktivitäten der einzelnen Akteure und Mitglieder und bietet Dienstleistungen, die optimal an ihre Bedürfnisse angepasst werden. Diese umfassen beispielsweise Qualitätsmanagements zur Streuobst- und Bienenbewirtschaftung, Weiterbildung und Qualifizierung von Fachpersonal, Unterstützung bei der Baumpflege und Obsternte, Bio-Zertifizierung der Flächen von Genossenschaftsmitgliedern, Durchführung von dezentralen Obstsammlungen oder der Organisation einer regionalen Verarbeitung der Ernte zu Streuobst- und Bienenprodukten.
Mit diesen Maßnahmen, sorgt die Main-Streuobst-Bienen eG für die Bestäubung der Obstbäume durch Bienen, schafft faire Preise für Erzeuger:innen und stellt zugleich eine hohe Qualität für die Endverbauer:innen sicher. Damit leistet sie einen zentralen Beitrag, die Zukunft dieser Kulturlandschaften und der eng damit verknüpften regionalen (Land-)wirtschaft zu sichern.
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